Schule zuhause

Die Corona-Pandemie hat das deutsche Bildungssystem aufgerüttelt. Die Schließung von Schulen und das damit einhergehende Homeschooling zeigten, wie dringlich Konzepte  benötigt werden, um Präsenz- und Online-Lernen sinnvoll miteinander verbinden zu können.

Die im Folgenden aufgezählten Bedingungen für das Gelingen eines „hybriden“ Unterrichts zielen insbesondere darauf ab, den allseits beklagten Kontaktmangel zwischen Lehrkräften, Schüler*innen und Eltern entgegenwirken zu können.

  • ein verlässlicher Zugang zum Internet über einen Access-Point
  • ein digitales Endgerät1) mit Mikrofon und Kamera zur ausschließlichen Nutzung durch die Beteiligten, damit diese sich jederzeit ins Internet einwählen können. Ein Headset ist wünschenswert.
  • eine sichere und auf eine frei bestimmbare Zahl von Teilnehmer*innen zugeschnittene Lernplattform:
    • auf die bzw. von der Text-, Bild- und Videodateien hoch- und heruntergeladen werden können
    • auf der über Chats, besser über Audio- und optimal über Videosessions konferiert werden kann
    • über die Mitglieder Emails mit Anhängen senden und empfangen können
    • von der aus Lehrkräfte Zugriff auf die Rechner der eingebundenen Schüler*innen nehmen können (Remote Control), um unter deren Augen Einstellungen vorzunehmen oder sonstige Hilfen geben zu können
    • die Rahmen und Werkzeuge zur Gestaltung von Internetseiten bereitstellt, damit Lehrkräfte eigene Übungen generieren können, die auf Lernplattformen wie „Anton“ oder „Sofatutor“ nicht oder nicht hinreichend verfügbar sind

Bereits bestehende web-basierte Lernumgebungen wie „schulcommsy“ in Schleswig-Holstein und Hamburg, die kostenfrei zur Verfügung stehen, werden den genannten Anforderungen nur teilweise gerecht. Besser aufgestellt erscheint da beispielsweise die Lernplattform des Braunschweiger Unternehmens „iserv“ , dessen Produkte allerdings kostenpflichtig sind: 500€ Einrichtung zuzüglich einer jährlich zu entrichtenden Grundgebühr von 250€ und Beiträgen zwischen 4 und 6€ pro Schüler*in und Jahr.

Wer sich ein Bild von der Funktionsfähigkeit solcher Systeme machen will, sei auf „Youtube“ verwiesen, wo über die Suchen-Funktion leicht Erklärvideos gefunden werden können.


1) Die „Stiftung Bildungspakt Bayern“ hat eine aufschlussreiche Abhandlung „Zum Einsatz mobiler Endgeräte im Unterricht“ veröffentlicht, die hier als Word-Datei heruntergeladen werden kann.